"Gestachelt nicht gerührt, kaltes Bier trifft auf heisses Eisen."

(Hans Mehr)



Schmiede das Eisen solange es heiss ist und trink das Bier so lang es kalt ist, aber das Bier kann auch zu kalt sein!

Es zischt ganz leise, wenn der glühende Schürhaken in das Bierglas taucht.

«Bierstacheln» nennt man diesen uralten Schmiede-Brauch.

War dem Schmied das draussen gelagerte Bier zu kalt, tauchte er kurzerhand ein glühendes Eisen hinein, um den Gerstensaft auf eine angenehmere Trinktemperatur zu bringen. Durch den kurzen Hitzeschock karamellisiert der Restzucker, die enthaltene Kohlensäure entweicht teilweise und verleiht dem Bier einen weichen, intensiveren Geschmack.

In so einem emotionalen Zustand wirkt das gestachelte Bier wie ein Dessert, der cremige, warme Schaum nenne ich mal «Mousse au Bière», es riecht nach Bier aber irgendwie süsser.

Durch den kurzen Hitzeschock (2 - 5 Sekunden) was mit dem ca. 600°C heissen Stachel erzeugt wurde, hat sich das kalte Bier nur um ca. 1 - 3°C erwärmt und hat unter dem warmen Schaum die perfekte Trinktemperatur.





 

Tipp: Vor allem dunkle Biere mit viel Restzucker – also zum Beispiel ein normales Dunkles oder ein Bock eigenen sich sehr gut.


Bierstachel







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